Alles fing mit einem Steckbrief über den Berger de Brie oder Briard in der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" an. Das muß so 1989 gewesen sein. Nach langem Bekneten meiner Eltern und diversen Zugeständnissen, durchaus auch Untertreibungen (...die werden so groß wie ein Schäferhund...), bekam unser Dackel einen Spielkameraden.
Mein erster eigener und selbst bezahlter Hund.
Mit einer Portion Naivität und viel Idealismus "bestellte" ich bei der ersten Züchterin einen fauven Rüden. Ich glaube, es war der erste Vertrag, den ich als Volljährige unterschreiben durfte.
Seit Dezember 1990 sind wir dann alle dem Briard-Fieber verfallen, obwohl Leone, man glaubt es kaum, größer als ein Schäferhund wurde.
Für mich ist immer noch die Vielseitigkeit dieser Rasse wichtig. Meine Hunde waren immer mit im Pferdestall, begleiteten mich auf Ausritten als auch durch eine wichtige Zeit in meinem Leben.
Durch den Hundesport versuchte ich ihnen, ein abwechslungsreiches Leben zu bieten. Natürlich mehr oder weniger erfolgreich - wir waren nie Vereins-, Kreis- oder Verbandsmeister, dafür aber glücklich miteinander. Ich erwarte von meinen Hunden, dass ich sie überall hin mitnehmen kann, ohne dass ich auf das durchaus schon mal dumme Verhalten von unwissenden Menschen achten muss.
Schwarze Briard`s werden nicht so schnell angefasst; Fauve dafür umso mehr. Also muß der Hund angemessen reagieren; bitte nicht direkt schnappen. Ein Hund der arbeitet, ist ein ausgeglichener Hund. Der Briard ist zum Arbeiten geboren und entwickelt Flausen und Allüren, wenn er keine Aufgaben gestellt bekommt.

Über den Briard lernte ich neue Freunde kennen.
Aus der Zucht einer Freundin nahm ich dann 1995 einen weiteren Briard-Rüden, "Remis", bei mir auf.
Ab diesem Moment war Action im Hause Weyers angesagt.
Nunmehr ging einige Zeit ins Land.
Natürlich wurde auch mein Mann durch das hoch infektiöse Briard-Fieber angesteckt.
Heute leben mittlerweile drei Briard`s und ein kleines Menschenkind bei uns.
Der Briard-Virus ist so tückisch, dass die ersten Worte meines Sohnes, noch vor Papa, der Name unseres alten Rüden war.